Deutsche Kinderärzte fordern eine Zuckersteuer, um der zunehmenden Fettleibigkeit entgegenzuwirken

13.01.2020 10:17

Ein Blick ins Ausland zeige, dass dies ein wirksamer Ansatz sei, sagte BVKJ-Präsident Thomas Fischbach gegenüber DPA.

"Mit der Einführung der Zuckersteuer - und damit höherer Preise - haben die Verbraucher dort ihren Appetit auf Süßigkeiten weitgehend verloren, und die Verkaufszahlen für Süßgetränke sind seit Einführung der Steuer deutlich zurückgegangen."

Die sogenannte Alkoholsteuer - oder Steuer auf süße alkoholische Getränke - habe gezeigt, dass gesetzliche Verbote von Lebensmitteln in Deutschland funktionieren können, fügte er hinzu.

"Nachdem die Politik (2004) eine Sondersteuer auf die bei Jugendlichen beliebten Mixgetränke eingeführt hatte, ging der Umsatz innerhalb eines Jahres um 80 Prozent zurück", sagte Fischbach.

"Dieses Beispiel, aber auch die Beispiele von Mexiko, Frankreich, Finnland, Ungarn und Großbritannien zeigen, dass Kontrollmechanismen die Gesundheit wirksam schützen können."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Fettleibigkeit bei Kindern in Deutschland als wachsendes Problem. Sie stellten fest, dass 6,9 Prozent der Mädchen und 11,2 Prozent der Jungen im Alter zwischen fünf und 19 Jahren im Jahr 2016 übergewichtig waren.

Die WHO forderte eine bessere Regulierung der Werbung für Süßwaren und Junk Food, da „junge Menschen bis zum Alter von 16 Jahren sehr anfällig für Werbung sind“, schrieb die WHO in einer Erklärung.

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Die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland ist nach neuesten Angaben von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner übergewichtig.

"Seine Wirksamkeit wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen", sagte Fischbach. "Eltern werden es in Zukunft leichter haben, ihre Kinder mit gesunder Nahrung zu versorgen."

Der Nutri-Score listet nicht nur den Zucker-, Fett- und Salzgehalt eines Produkts auf, sondern enthält auch Informationen zu Ballaststoffen und Eiweiß in einer Gesamtbewertung, die auf einer Skala von fünf Buchstaben von einem dunkelgrünen "A" bis zu einem roten "E" für bewertet wird das ungünstigste.

Zum Beispiel "E" -Produkte mit einem hohen Zucker- und Fettgehalt, die normalerweise vermieden werden sollten, sagte Klöckner bei der Vorstellung des Systems Ende September.

Das neue Logo soll die EU-weite Nährwerttabelle ergänzen, die in der Regel auf der Rückseite der Packungen aufgedruckt ist.

Die ersten Produkte mit dem neuen Logo erscheinen bereits in deutschen Supermärkten. Das Etikett ist jedoch nicht obligatorisch, und die Lebensmittelhersteller können selbst entscheiden, ob sie es in ihre Produkte aufnehmen möchten.

 

Referance: https://www.thelocal.de/

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